Lusitano
Der Lusitano stellt neben dem Andalusier die zweite verbreitete iberische Rasse
dar, die sich aufgrund ihres kompakten, muskulösen Exterieurs hervorragend für
die klassisch-barocke Dressur eignet. Der Kopf ist gut proportioniert und weist
große Augen, eher ponyähnliche Ohren und eine gerade, meist aber konvexe
Nasenlinie auf. Der nicht sehr lange Hals ist sehr kräftig. Er setzt hoch an den
langen, steilen Schultern an, die dem Lusitano wenig raumgreifende, aber umso
akzentuiertere Gänge ermöglichen. Der Widerrist reicht weit in den kurzen Rücken
hinein (Quadratpferd). Die muskulöse Kruppe fällt deutlich schräg zum tief
ansetzenden Schweif hin ab. Die Brust des Lusitanos ist nicht sehr tief, die
Rippen sind gewölbt. Seine trockenen Extremitäten sind leicht und elegant, mit
eher kleinen Gelenken und einer kurzen, steilen Fesselung.
Lusitanos werden, wie auch Andalusier und
Lipizzaner, zunehmend als großrahmigere Sportpferde gezüchtet; ihr Stockmaß
beträgt inzwischen um 155 bis über 160 Zentimeter.
Die Rasse kommt vor allem in den Farben weiß und braun oder
dunkelbraun vor. Es sind jedoch alle klaren Farben denkbar; dunkle Mausfalben
sind sehr beliebt. Weiße Abzeichen am Kopf treten auf, an den Beinen sind sie
eher unüblich.
Herkunft und Haltung
Der Lusitano stellt den Nachfahren des Geneten dar, der von
Christoph Columbus nach Amerika verschifft wurde und auf den unter anderem die
südamerikanischen Criollos zurückgehen. Im Gebäude weist der Lusitano gewisse
Ähnlichkeit mit dem Andalusier auf, sodass auf eine ähnliche Abstammung
geschlossen werden kann. Eine strikte Rassentrennung und systematische Reinzucht
erfolgt erst seit der Anerkennung Anfang des 20. Jahrhunderts.
Berühmt ist die portugiesische Rasse vor allem für ihren
Mut, den sie als Kriegspferd hinlänglich bewies, vor allem aber als
Stierkampfpferd. Dennoch erreichte die Zucht nie die Zahlen des Andalusiers. Mit
einer Selektion auf Größe und Raumgriff soll der Lusitano heute verstärkt dem
Markt für Sportpferde angepasst werden; dadurch verliert er jedoch viele seiner
natürlichen Vorzüge wie extreme Wendigkeit und eine ausgeprägt gute Balance.
Lusitanos eignen sich aufgrund ihrer hohen
Versammlungsfähigkeit sowie wegen ihrer natürlichen Aufrichtung besonders für
die klassische Dressur bis hin zu den Schulen über der Erde.
Art und Wesen
Wie erwähnt, überzeugt die Rasse durch ihren Mut und eine
entsprechende Nervenstärke und Zuverlässigkeit. Die Pferde lernen schnell und
sind sehr arbeitswillig. Aufgrund ihrer hohen Sensibilität lässt sich ihr
lebhaftes Temperament leicht regeln.
Herkunft:
Portugal
| Züchter Lusitano: | ||
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Sebastian und Heidrun Görlich Tannenweg 1 4400 St. Ulrich/Steyr Tel.: 0660/4672283 Mail: s.goerlich@zentaurus.at Web: www.zentaurus.at |